MALEREI

 

Geboren 1952 in Purbach am Neusiedler See 
Schon seit frühen Jugendjahren Beschäftigung mit der Malerei.
Intensives Arbeiten seit 2005:
Kunstakademie Stift Geras
Kunstakademie Kloster Neustift (Südtirol)
Kunstakademie Bad Reichenhall (Deutschland)
Kunstseminare – Monte Grotto, Venedig, Mannersdorf/Lgb.


Techniken: hauptsächlich Aquarelle, Tuschpinselzeichnungen und Acrylmalerei

„Meine künstlerische Aktivität betrachte ich nicht als Hobby, sondern vielmehr als Leidenschaft.“ 
 
Bernhard Dobrowsky (Kunstexperte – Burgenland) über Walter Gold:
Korrespondenz und Imagination Schönheit und Hässlichkeit, Laut und Leise, Strenge und Opulenz: Walter Gold schwärmt genauso von seinen Motiven, wie er sie hinterfragt. Ist das Bild Fläche, Flächigkeit, nichts als Farbe auf Grund? Oder ist es Erhabenheit, Ahnung, ein Ausschnitt  aus dem Kontinuum des Grenzenlosen?  Ist es Buchstäblichkeit, ist es Unergründlichkeit? Schimmert da etwas? Sind es Nebel, Wolken, Atmosphären? Sind es  zumindest Farbkissen, und schweben  sie?  Oder führt alle Metaphorik ins Leere, und die Gemengelage aus Kolorit ist, was sie ist? Aus Lärm wird Beschaulichkeit, aus Rasanz und Turbulenz vorsichtiges Innehalten. Statt Gewimmel spürt  der Betrachter in diesen Bildern: Verdichtung und Konzentration. Was hier verwundert, ist die Schönheit, die dieser kunterbunten Welt doch innewohnt: eine einfache Schönheit, die beinahe vergessen lässt, wie bedroht diese Welt ist.

Die Arbeit von Walter Gold scheint von einem inneren Antriebe heraus zu entstehen, nämlich dem Versuch, die Innerlichkeit des eigenen Lebens einzufangen. Er schafft Bilder, die einen schmalen Abschnitt von Raum und Zeit zeigen, Augenblicksscherben, Erinnerungskonstrukte, tagebuchartige Aufzeichnungen, die für den Betrachter neue Bedeutungsräume öffnen sollen, welche über den Augenblick des Entstehens hinaus gehen. Er schafft Stillleben im eigentlichen Sinn – zeigt das stillgelegte Leben. 
Seine Spontaneität und Lauterkeit im Umgang mit den zeichnerischen und malerischen Grundelementen, sein Verständnis für Skizze und Skizzenhaftes, für emotionale Abstraktion  und Andeutung gewinnt ihre Kraft aus einer Haltung weitgehender materieller Entäußerung, die auch im Kleinsten und Unscheinbarsten einen Wert erblickt.  Walter Gold reagiert empfindsam und relativierend auf seine Umwelt. Er zeigt, dass ein Bild nicht allein durch eine mit dem Pinsel aufgetragene Farbe entsteht, eine Zeichnung nicht nur durch  eine Linie auf einer Fläche, er verschiebt und  erweitert die Identitäten. Aus der offen gehaltenen Frage nach den Übergängen zwischen Fläche und Raum entsteht die Lebendigkeit und Bewegung der Arbeit von Walter Gold. Sie zeigt sich weder als distanzierte Abteilung eines theoretischen Konzepts noch als Dokument eines expressiven Selbstausdrucks, sondern als ein harmonischer Umgang  mit Form, Farbe und Raum, der immer neue Konstellationen hervorruft.  Walter Gold zeigt die Natur als bildnerischen Spiegel der menschlichen Welt: Kontemplation, Korrespondenz und Imagination.  

Kontakt: Wohnatelier Walter Gold, Friedhofgasse 1, 7083 Purbach am Neusiedler See, Tel. 0676/9555220